Chronische Krankheiten im Überblick

Jede chronische Erkrankung hat seine spezifischen Merkmale

Unzählige Faktoren können dafür verantwortlich sein, dass chronische Erkrankungen entstehen. In unserem Artikel "Die Ursachen für chronische Erkrankungen" haben wir versucht die zentralen Gründe für die Entwicklung einer dauerhaften Krankheit zusammentragen, um einen guten Gesamtüberblick zu ermöglichen.

Im Folgenden verschaffen wir Dir hingegen eine Übersicht über spezielle chronische Krankheiten, wie Du diese Krankheiten nach Möglichkeit vermeidest und wie Du sie in den Griff bekommen kannst. Wir beleuchten dabei jeweils die Behandlungsmöglichkeiten und Chancen zur Heilung.

Allergien - Wenn Alltägliches zu viel wird

Allergien gibt es viele - von relativ seltenen Allergien mit tödlichen Reaktionen auf kleinste Erdnussspuren bis hin zu recht häufigen Kontaktallergien auf Nickel und Duftstoffe, Heuschnupfen und Tierhaarallergien. Im Grunde kann fast alles einen Auslöser für Allergien darstellen. Von echten Allergien sind verschiedene Unverträglichkeiten abzugrenzen, die aber ebenfalls sehr belastend sein können und häufig nicht einmal als solche erkannt werden.

Frau mit Heuschnupfen

Eine der Ursachen für Allergien stellt die Nebennierenschwäche dar. In diesem Fall können die Nebennieren nicht mehr genügend entzündungshemmende Hormone produzieren. Eine Nebennierenschwäche entsteht unter anderem durch ein Zuviel an Zucker und Stärke, zu viel Koffein und insbesondere durch chronischen Stress.

Die Behandlung einer Allergie sollte daher auch an diesem Punkt ansetzen. Außerdem kann eine histaminarme Ernährung hilfreich sein, da der Körper oft schon viel zu viel Histamin produziert. Histamin wird von sogenannten Mastzellen im Körper nach dem Kontakt mit einem Allergen (z.B Gräserpollen) ausgeschüttet und verursacht bei einem Überschuss verschiedene Beschwerden. Generell solltest Du frische Kost bevorzugen, da Konserven und länger gelagerte Ware in der Regel deutlich mehr Histamin enthält. Darüber hinaus bieten Histamintabellen einen guten Anhaltspunkt.

Eine Allergie zu heilen ist in vielen Fällen möglich. Manchmal gibt es sogar Spontanheilungen von Allergien. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ansätze zur Behandlung von Allergien. Generell sind Heilfasten und Darmsanierungen eine gute Grundlage, um Allergien langfristig in den Griff zu bekommen. Bei verschiedenen Allergien bietet die Hyposensibilisierung die Möglichkeit, das Immunsystem an den Auslöser so zu gewöhnen, dass er nicht mehr überreagiert. Besonders bei gefährlichen Insektenstichallergien ist sie oft das Mittel der Wahl. Je nach Allergieart und Ausprägung gehört bis zur Heilung der Allergie ein Notfallset zur täglichen Ausrüstung.

Im Kindesalter führen Tierhaarallergien besonders oft zu Tränen - mitunter führt dies dazu, dass der geliebte Vierbeiner abgegeben werden muss. Während im Hinblick auf Nahrungsmittelallergene der erste Kontakt nicht zu früh erfolgen sollte, wird der beste Schutz vor Tierhaarallergien durch möglichst frühen Kontakt zu Tieren oder mit Tierhaaren erzielt.

Wenn die Luft knapp wird - Chronische Atemwegserkrankungen

Frau mit Asthma Spray

Zu den chronischen Atemwegserkrankungen gehören unter anderem Asthma Bronchiale, chronische Bronchitis, chronische Sinusitis und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung). Die Ursache für chronische Atemwegsbeschwerden wie Asthma liegt in einem Ungleichgewicht des Immunsystems. Verschiedenste Reize, von Duftstoffen oder Rauch bis hin zu Tierhaaren, können dann der Auslöser für Asthma-Attacken sein.

Zu weiteren Auslösern für Asthma zählen beispielsweise Milben, Schimmel und Pollen. Sind ein oder beide Elternteile bereits an Asthma erkrankt, steigt damit auch das Risiko für das Kind, später an Asthma zu leiden. Dabei können verschiedene Genkonstellationen dieses Risiko in sich bergen - ausgelöst wird die Krankheit dann je nachdem meist durch Allergene oder aber auch durch Infekte. Deutlich gesteigert wird die Wahrscheinlichkeit für eine spätere Asthma-Erkrankung, wenn in der Schwangerschaft geraucht wurde. Die dadurch entstehenden epigenetischen Veränderungen können sich bis zur dritten Generation auswirken. Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass zu viel Zucker in der Schwangerschaft gegebenenfalls zu Asthma oder Allergien beim Kind führen kann.

Bei der Behandlung von Asthma ist das Asthma-Spray wohl mit am bekanntesten. Es ist eine wichtige Hilfe in Notfällen, bekämpft aber nicht die Ursachen. Um die Ursachen von Asthma zu bekämpfen, empfiehlt sich generell eine Stärkung des Immunsystems. Wichtiger Baustein ist bei Bedarf auch hier eine Darmsanierung sowie das Heilfasten. Eine Ernährung auf der Grundlage von viel Gemüse und Obst kann dann wertvolle Mikronährstoffe liefern, die von einem gesunden Darm erst vollständig verwertet werden können. Bei Asthma und Allergien empfiehlt sich zum einen der weitestgehende Verzicht auf stark histaminhaltige Lebensmittel, zum anderen wirkt eine Ernährung, die reich an Antioxidantien und entzündungshemmenden Stoffen wie Omega-3-Fettsäuren ist, unterstützend. Schwefelverbindungen und Quercetin kommen beispielsweise in roten Zwiebeln und Knoblauch vor. Gewürze und Kräuter wie Oregano, Kurkuma oder Ingwer enthalten ebenfalls entzündhungshemmende Bestandteile.

Die Versorgung mit Vitaminen ist gerade auch beim Lindern von Asthma essentiell - Anfälle verlaufen bei einem niedrigen Vitamin-D-Spiegel oft deutlich heftiger. Eine ausreichende Versorgung mit den Vitaminen A, B6, C und E ist gerade bei Vorbeugung und Behandlung von Asthma wichtig. Verschiedene Kräuter, beispielsweise als Tee zubereitet, können ebenfalls helfen, chronisches Asthma zu lindern.

Vorbeugen ist auch bei Asthma natürlich besser als heilen: Wer im Haus Milben und Schimmel keine Chance lässt, unnötige Duftstoffe und Chemikalien vermeidet, sich gesund ernährt, nicht raucht und gelegentlich eine Entgiftung des Körpers durchführt, hat schon viel für die Vorbeugung von Asthma getan.

Der Körper greift sich selbst an - Autoimmunerkrankungen

Zu den Autoimmunerkrankungen zählen beispielsweise Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Lupus erythematodes, Multiple Sklerose, Rheumatoide Arthritis, Zöliakie, Vitiligo und Hashimoto Thyreoditis. Diese Krankheiten haben sehr unterschiedliche Ausprägungen. ihnen ist aber gemein, dass körpereigenes Gewebe nicht mehr vom Immunsystem erkannt und folglich von Antikörpern angegriffen wird. Nicht alle chronischen Autoimmunerkrankungen lassen sich heilen.

Diagnose Autoimmunerkrankung

Werden sie rechtzeitig entdeckt und entsprechend behandelt, lassen sich Autoimmunerkrankungen aber in vielen Fällen lindern. Mit der richtigen Therapie kannst Du in der Regel zumindest erreichen, dass die Zeit zwischen zwei Schüben verlängert wird oder die Schübe milder ausfallen. Zum Teil lässt sich aber auch erreichen, dass die Autoimmunerkrankung sich nicht mehr bemerkbar macht. Dabei kann man nicht immer von einer Heilung der Autoimmunerkrankung sprechen, bei einer Befreiung von weiteren Beschwerden und dem Stoppen der Schübe wird dies für die meisten Betroffenen aber eher irrelevant sein.

Eine häufige Ursache für Autoimmunerkrankungen stellt wie bei vielen anderen chronischen Erkrankungen auch eine gestörte Darmflora dar. Kommen dann noch weitere Ursachen wie genetische Veranlagung und Befall mit bestimmten Bakterien hinzu, reichen bei Colitis Ulcerosa und ähnlichen Krankheiten häufig Auslöser wie geschwefelte Lebensmittel, Konservierungsstoffe, Verdickungsmittel (zum Beispiel Carrageen) oder Medikamente wie Ibuprofen aus, um einen Schub zu verursachen.

Was die Bakterien betrifft, heißt dies nicht, dass penible Hygiene vor Autoimmunerkrankungen schützt - im Gegenteil. Kinder, die in einer möglichst sterilen Umgebung aufwachsen, haben ein größeres Risiko, später an chronischen Autoimmunerkrankungen zu erkranken. Ein gut trainiertes Immunsystem und eine sinnvoll aufgebaute Darmflora bieten wesentlich besseren Schutz als Desinfektionsmittel und Co.

Bei der Behandlung vieler Autoimmunerkrankungen, so auch bei Colitis Ulcerosa und Multipler Sklerose, wird heutzutage zunehmend auf einen ausreichend hohen Vitamin-D-Spiegel geachtet. Dieser sollte laut einiger Studien bei über 35 ng/ml liegen, um möglichst lange in Remission zu bleiben. Laut einer Harvard-Studie haben Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft sehr niedrige Vitamin-D-Spiegel hatten, außerdem ein um 90 Prozent höheres Risiko, später an Multipler Sklerose zu erkranken.

Die richtige Ernährung wird beim Behandeln von chronischen Autoimmunerkrankungen oft vernachlässigt, ist aber nicht selten essentiell. Gerade bei Krankheiten wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa kann durch optimierte Zusammenstellung der geeigneten Nahrungsmittel viel erreicht und Schübe deutlich reduziert werden.

Aktuell steht außerdem das in Nahrungsmitteln, Vitamintabletten und Kosmetika häufig enthaltene Titandioxid im Verdacht, das Risiko für chronisch entzündliche Darmerkrankungen sowie für Darmkrebs zu erhöhen und Schübe auszulösen. Zahnpasta mit CI 77891 unter den Inhaltsstoffen oder Lebensmittel, die E171 enthalten, solltest Du daher besser vermeiden.

Wenn der Körper unter Hochdruck steht - Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Messung des Blutdrucks

Chronische Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Arteriosklerose, Bluthochdruck oder die koronare Herzkrankheit gehören zu den bekanntesten chronischen Krankheiten überhaupt. Kaum jemand, der nicht einen Bekannten mit Bluthochdruck kennt. Die Ursachen für chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind ebenso weit verbreitet: In der heutigen Leistungsgesellschaft stehen viele unter Dauerstress und machen sich diesen vielleicht auch noch in der Freizeit oder in der Partnerschaft.

Zusätzliche psychische Belastungen wirken sich auf Dauer ebenfalls negativ auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit aus. Ausreichend Bewegung kann helfen, die Stresshormone abzubauen, steht aber leider zu selten auf dem Tagesplan. Kommen dann noch ungesunde Ernährung, Rauchen oder bestimmte Medikamente hinzu, ist chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie dem Bluthochdruck Tür und Tor geöffnet.

Ein Risikofaktor für Bluthochdruck ist übrigens auch das gerade in stressigen Zeiten so beliebte Auswärtsessen. Laut einer Studie aus Singapur steigt das Risiko für eine Präphypertonie, die Vorstufe von Bluthochdruck, bereits um 6 Prozent, wenn nur einmal pro Woche auswärts gegessen wird - ob in Kantine oder Restaurant. Dies liegt unter anderem daran, dass dort das Essen häufig stärker gesalzen ist, was bei vielen Menschen bereits zu einem Blutdruckanstieg führen kann. Wenn Du auf das Auswärtsessen angewiesen bist, gibt es aber dennoch halbwegs gesunde Optionen. Verzichte am besten auf sehr kohlenhydratreiche sowie übermäßig stark gesalzene Gerichte und achte auf einen möglichst hohen Gemüseanteil. Dies fällt in guten asiatischen oder mexikanischen Restaurants oft am leichtesten - achte hier jedoch darauf, dass keine Geschmacksverstärker enthalten sind.

Essentiell beim Behandeln von Bluthochdruck ist die Etablierung eines gesunden Lebensstils mit ausgewogener, basischer Ernährung. Dabei solltest Du ein Augenmerk auf ausreichend Magnesium haben - manchmal ist hier eine Ergänzung sinnvoll. Eine Art Geheimtipp bei Bluthochdruck ist OPC, ein Traubenkernextrakt, der die Blutgefäße stärken und die Fließeigenschaften des Blutes verbessern kann.

Eine Darmsanierung und weitere Entsäuerungsmaßnahmen tragen dazu bei, dass die Nährstoffe bestmöglich aufgenommen werden. Die Behandlung von Bluthochdruck kommt außerdem nicht ohne ein effektives Stressmanagement aus, zu dem insbesondere auch ausreichende und regelmäßige Bewegung gehören sollte. Wie sportlich Du unterwegs sein darfst bzw. solltest, besprichst Du zunächst am besten mit Deinem Arzt oder Therapeuten. Alkohol und Zigaretten stehen einer Heilung von Bluthochdruck absolut im Wege und sollten daher tabu sein. Deine Gesundheit wird es dir danken - Bluthochdruck ist ein großer Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Psychische Erkrankungen - Wenn die Seele aus dem Takt gerät

Psychische Erkrankungen wie Depressionen und Burnout sind auf dem Vormarsch. Die Ursachen für psychische Krankheiten sind meist komplex: Hier spielen verschiedene Faktoren wie Genetik, Umwelt und besondere Erlebnisse zusammen.

Zum Teil spielt auch eine Stoffwechselthematik mit hinein. Nicht immer liegt beim Vorliegen von depressiven Symptomen aber tatsächlich auch eine echte Depression zugrunde. 

Mann mit Depression im Bett

Auch verschiedene Grunderkrankungen oder Mangelsituationen können der Auslöser für Merkmale einer Depression sein. Dazu gehören beispielsweise Mangel an Magnesium, Eisen, Vitamin D oder bestimmten B-Vitaminen sowie eine Schilddrüsenunterfunktion (umgekehrt kann aber auch ein Serotoninmangel ("Wohlfühlhormon") erst zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen).

Ein Problem ist bei den genannten Mikronährstoffen nicht selten, dass einfach Vitamin B12 oder Eisen im Blut getestet wird. Diese Werte liegen aber häufig noch in der Norm, während erniedrigtes Holo-Transcobalamin (Holo-TC) oder eine erhöhte Methylmalonsäure längst einen drohenden Vitamin-B12-Mangel anzeigen oder im Fall von Eisen niedrige Ferritinwerte bereits auf einen zur Neige gehenden Eisenspeicher schließen lassen. Bei Vitamin D verschreiben viele Ärzte selbst bei einem starken Mangel nur sehr niedrig dosierte Präparate, wodurch auch nach Wochen der Spiegel oft nur unzureichend steigt.

Die Ursachen und Auslöser für eine Depression liegen in psychosozialen und neurobiologischen Aspekten begründet. Eine erhöhte Anfälligkeit entsteht beispielsweise einerseits durch frühe traumatische Erlebnisse, andererseits durch genetische Veranlagung. Faktoren wie chronische Überlastung, Verlusterlebnisse oder Veränderungen auf der Stresshormonachse können dann eine Depression auslösen. Es kommen verschiedene Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin aus dem Gleichgewicht, weshalb häufig eine entsprechende medikamentöse Therapie verordnet wird. Diese sollte durch Psychotherapie begleitet werden.

Während Antidepressiva für den einen der Lebensretter schlechthin sind, wirken sie bei anderen nicht oder verschlimmern die Problematik sogar noch. Auch die Nebenwirkungen sind nicht immer unerheblich. Zudem beseitigen sie die eigentliche Ursache nicht wirklich. Ein guter Grund, zum Lindern einer Depression auch auf weitere Möglichkeiten der Behandlung zu setzen.

Ein wichtiger Ansatzpunkt ist hier die Ernährung. Gerade regelmäßiger Konsum von Fastfood, auch in kleinen Mengen, führt laut einer Studie der Universitäten von Las Palmas de Gran Canaria und Granada dazu, dass das Depressionsrisiko um bis zu 50 Prozent steigt. Insbesondere Transfettsäuren fördern entzündliche Vorgänge und stören die Neurotransmitter im Gehirn. Sie sind nicht nur in den üblichen Verdächtigen wie Pommes, Donuts und Chips enthalten, sondern auch in Backwaren, Fertig- und Halbfertiggerichten sowie Wurst- und Milchprodukten, Keksen und Frühstückscerealien.

Nicht nur die falschen Fette, sondern auch ein Mangel an den richtigen Fetten kann Depressionen begünstigen. Bei der Behandlung von Depressionen solltest Du daher auch auf genügend Omega-3-Fettsäuren achten. Gute Quellen sind unter anderem Hering oder Chia-Samen. Beim Verzehr tierischer Produkte solltest Du bei Fisch auf nachhaltigen Wildfang und bei Fleisch-, Milch- und Eiwaren auf Produkte aus Grünlandhaltung achten. Wenn die Tiere sich vor allem von Gras ernähren, sorgt dies für einen deutlich günstigeren Omega-3-Anteil, als dies bei Produkten aus Getreidefütterung der Fall wäre. Den höheren Preis sollte dir Deine Gesundheit und das Tierwohl wert sein. Insgesamt solltest du, sofern nicht andere Grunderkrankungen eine Fettreduktion erfordern, Deine Ernährung nicht extrem fettarm gestalten. Ein Mangel an Fetten kann unter anderem zu einem Serotoninmangel führen. Darüber hinaus kann ein Zuviel an Zucker die Entstehung von Depressionen ebenfalls begünstigen. Reduziere also vielmehr die Kohlenhydrate.

Wenn Bewegungen zur Qual werden - Skeletterkrankungen

Mann hält sich schmerzendes Knie

Chronische Skeletterkrankungen wie Arthrose, Arthritis oder Rheuma sind relativ weit verbreitet. Bei Arthrose handelt es sich um Gelenkverschleiß, der verschiedene Ursachen haben kann. Dazu zählen beispielsweise Gelenkfehlstellungen, Überlastung oder aber auch Bewegungsmangel sowie Übergewicht. Ein häufiger Auslöser für Arthrose sind zudem Sportverletzungen. Aus naturheilkundlicher Sicht ist auch eine Übersäuerung durch Fehlernährung ein Risikofaktor.

Dass es sich beim Gelenkverschleiß um reine Alterserscheinungen handelt, ist laut Meinung einiger Arthroseforscher mittlerweile überholt. Schuld sind demnach nicht natürliche Abbauprozesse, sondern schädliche Umbauvorgänge im Knorpel. Die knorpelbildenden Zellen, die Chondrozyten, entscheiden darüber, ob Knorpel aufgebaut wird oder im Falle von Stress angegriffen und zu Knochen umgebaut wird.

Um Arthrose zu lindern oder am besten gleich vorzubeugen, solltest Du also zunächst auf Deine Ernährung achten. Eine gesunde, ausgewogene Zusammenstellung Deiner Lebensmittel schützt vor Übersäuerung, und Du vermeidest Übergewicht. Achte dabei auf Lebensmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften. Dein Körperfettanteil sollte sich in einem gesunden Rahmen bewegen, da Fettgewebe in gewisser Weise Entzündungsbotenstoffe produziert, die sich auch auf die Knorpelgesundheit negativ auswirken.

Regelmäßige Bewegung hilft dir nicht nur beim Gewichtsmanagement, sondern Du „schmierst“ dadurch auch Deine Gelenke und hältst sie beweglich. Übertriebener sportlicher Ehrgeiz ist hier allerdings Fehl am Platz. Das gleiche gilt für zu schnelles Steigern von Pensum oder Intensität. Verletzungsträchtige Sportarten sind ebenfalls kontraproduktiv im Hinblick auf Arthrose. Ideal ist ein ausgewogener Mix aus Ausdauer- und Kraftsport. Als Ausgleichssportart empfiehlt sich Schwimmen, um die Gelenke zu entlasten. Perfekt geeignet für Arthrosepatienten ist außerdem spezielles Trampolintraining. Hier kommt es allerdings auch auf die Art des Trampolins an - billige Trampolins schaden oft mehr als sie nützen, wohingegen hochwertige Trampoline auch sanftes Schwingen ermöglichen.

Falls Du im Beruf viel sitzen musst, solltest Du regelmäßig für kleine Bewegungspausen sorgen. Optimal ist es, spätestens jede Dreiviertelstunde zumindest ein paar Meter zu gehen. Vielleicht gehst Du in die Teeküche, oder stattest einem Kollegen einen Besuch ab? Wenn das nicht möglich ist, solltest Du wenigstens regelmäßig die Gelenke ohne Belastung bewegen. Ein Plus an Bewegung kannst Du außerdem erreichen, indem Du eine Haltestelle weniger mit dem Bus fährst oder Dein Auto weiter entfernt parkst, um so noch eine Strecke zu Fuß zu gehen. Oder Du nimmst direkt das Fahrrad. Auch die Mittagspause bietet sich für einen kleinen Spaziergang vor oder nach dem Essen an. Falls Du nur deshalb in die Kantine gehst, um nichts vom neuesten Flurfunk zu verpassen - wer weiß, vielleicht haben Deine Kollegen ja Lust, sich anzuschließen?

Bei der Behandlung von Arthrose setzen Naturheilkundler gerne auf Entsäuerungskuren. Diese können Arthrose häufig lindern, sollten aber nicht ohne Überwachung eines Arztes oder Heilpraktikers durchgeführt werden. Um Arthrose zu behandeln und zu lindern werden außerdem häufig verschiedene Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt. Wie gut diese anschlagen, ist aber invididuell oft recht unterschiedlich. Zu den eingesetzten Mitteln bei der Arthrose-Behandlung zählen insbesondere Glucosamin und Chondroitin, MSM (organischer Schwefel), Teufelskralle, Ingwer und Curcumin, Hagebuttenpulver, Kollagenhydrolysat oder Avocado-Sojabohnenextraxt. Am besten lässt Du dich von einem Therapeuten beraten, womit Du Arthrose in Deinem Fall am besten lindern kannst.

Die richtige Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist bei Vorbeugung und Behandlung von Arthrose ebenfalls wichtig. Im Fokus stehen hier vor allem Silizium, Magnesium, Selen, Kupfer, Mangan und Zink. Im Gegensatz dazu ist bei Eisen Zurückhaltung angesagt: Ein starker Überschuss kann die Entstehung und Entwicklung einer Arthrose fördern. Entsprechende Präparate solltest Du also nur bei einem diagnostizierten Eisen- oder Ferritinmangel einnehmen. Im Hinblick auf Vitamine sind bei Arthrose Vitamin D und Vitamin K besonders relevant. Darüber hinaus können Antioxidantienpräparate wie Astaxanthin dabei helfen, die Gelenke zu schützen und so Arthrose zu lindern.