Den Körper mit einer basischen Ernährung und Mikronährstoffen ganzheitlich stärken

Man ist was man isst

Diverse Studien und Statistiken legen nahe, dass die tägliche Ernährungsweise einen maßgeblichen Einfluss auf unseren Gesundheitsstatus hat. Einige Experten gehen sogar davon aus, dass etwa 80 Prozent aller Zivilisationskrankheiten auf eine schlechte bzw. mangelhafte Ernährung zurückzuführen sind.

Da liegt es natürlich nahe, sich einmal intesivere Gedanken über das eigene Ernährungsverhalten zu machen. Bist Du überzeugt davon, dass Du dich aktuell gesund, sprich bedarfsgerecht ernährst? Zugegeben ist es bei der Flut an gegensätzlichen Informationen schwierig einzuschätzen, was dies überhaupt behauptet und was wirklich hinter einer gesunden Ernährung steckt.

Das Krankheiten-Verstehen-Ernährungskonzept

Basische Mahlzeit mit Kartoffeln

Wir wollen Dir in diesem Artikel unser KV-Ernährungskonzept vorstellen, das einige gängige Vorstellungen wirklich auf den Kopf stellt. Wichtiger als diese Tatsache ist allerdings, dass sich das Konzept in der Praxis absolut bewährt hat. Viele Ernährungsweisen behaupten von sich, den Körper optimal zu versorgen, in der Realität zeigen sich dann allerdings nicht selten große Mangelzustände. Im deutschsprachigen Raum bekommt man meist schon im Grundschulalter beigebracht, welche Lebensmittel im Rahmen der sogenannten Vollwertkost verzehrt bzw. eher gemieden werden sollten. Es stellt sich allerdings die Frage, wie vollwertig diese populäre Ernährungsweise tatsächlich ist, wenn die Zahl der ernährungsbedingten Erkrankungen doch stetig zunimmt.

Unsere Vorstellung von gesunder bzw. bedarfsgerecher Ernährung fußt insbesondere auf den Arbeiten der Familie Schaub. Paul und Milly Schaub arbeiteten lange Zeit im Gesundheitsbereich und hatten selbst über viele Jahre gesundheitliche Probleme, die jedoch durch die von Experten empfohlene Vollwertkost nicht in den Griff zu bekommen waren. Auf der Suche nach einer Lösung für die Beschwerden stießen sie auf die wenig beachteten Forschungsergebnisse einiger Ärzte und Chemiker. Aus unserer Sicht sehr nachvollziehbar beschreiben sie, dass einige Annahmen der modernen Ernährungsmedizin eher kritisch beäugt werden sollten.

Die Schaub-Kost ist aber nicht nur in der Theorie gut begründet, sondern hat tatsächlich seit Jahrzehnten beeindruckende Erfolgsgeschichten in der Praxis von seinen Anwendern vorzuweisen. Eine solche Ernährungsweise eignet sich unserer Ansicht nach auch perfekt, um auf gesunde Weise ein paar Kilo zu verlieren.

Die Arbeiten der Familie Schaub als Grundlage

Weshalb sollte die Ernährung überwiegend basisch und leicht verdaulich sein?

Säure Basen Haushalt kontrollierenDie zwei wohl zentralsten Säulen der Schaub-Kost beschreiben, dass unsere Ernährung vor allem säurearm und verdauungsfreundlich sein sollte. Bestimmt hast Du schon einmal vom Säure-Basen-Haushalt gehört. Vereinfacht ausgedrückt umfasst der Begriff die Vorgänge im Körper, die dafür sorgen, dass der pH-Wert reguliert wird. Eine Übersäuerung – also ein Übergewicht der Säuren im Körper – hat zahlreiche negative Auswirkungen auf den Organismus.

Dr. Leonard Coldwell, der Experte schlechthin auf dem Gebiet der natürlichen Krebstherapie, ist sogar der absoluten Überzeugung, dass Krebs in einem basischen Körper nicht überleben kann. Er setzt in der Praxis die Forschungen von Dr. Warburg aus den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts um, wie Krebs vorgebeugt werden kann. Mithilfe von Dr. Coldwells Vorgehensweise konnte er bereits tausende von Krebspatienten heilen. Er spricht von einer Erfolgsquote von unglaublichen 92 Prozent. Die Themen Säure-Basen-Haushalt und Übersäuerung sind insgesamt etwas komplexer, weshalb wir in diesem Artikel nicht detaillierter darauf eingehen möchten. Worauf es aber bei einer basischen Ernährungsweise wirklich ankommt, werden wir gleich noch näher beleuchten.

Die Verdauungsfreundlichkeit der Ernährung ist aus dem Grund so wichtig, dass der Darm die wohl zentralste Rolle für unsere Gesundheit spielt. In ihm steckt der größte Teil unseres Immunsystems und über ihn nehmen wir die für sämtliche Körperfunktionen benötigten Nährstoffe auf. Wenn wir ihn vor schwere Verdauungsarbeit stellen, tun wir uns selbst keinen Gefallen. Wir wollen Dir daher nachfolgend auch ein paar Empfehlungen für eine verdauungsfreundliche Ernährungsweise an die Hand geben.

Die Basis der täglichen Ernährung

Grundsätzlich ist es sehr schwierig bzw. kaum möglich, DAS perfekte Ernährungskonzept schlechthin zu finden, das 1 zu 1 für jedermann das optimale ist. Die Ernährung ist ein extrem komplexes und kontrovers diskutiertes Thema. Aus unserer Sicht ist es erstrebenswert, die Grundsäulen einer basischen, kohlenhydratarmen und nährstoffreichen Ernährung einzuhalten und diese bei Bedarf entsprechend den eigenen Ausgangsbedingungen (z.B. Unverträglichkeiten, Vegetarier…) und Möglichkeiten (z.B. finanzielle Aspekte, Hürden im Alltag…) individuell etwas anzupassen.

Basis einer gesunden ErnährungUnserer Meinung nach sollten Gemüse und Obst die Basis bilden, wobei der Gemüseanteil überwiegen sollte. Schaub empfiehlt, Gemüse schonend zu garen oder zu kochen und meist zu schälen, damit es besser verdaut werden kann und weniger zur Gärung im Dickdarm und damit einem vermehrten Säureanfall kommt. Durch das Schälen sollen negative Anti-Nährstoffe aus der Nahrung eliminiert werden. Mit antinutritiven Stoffen sind vor allem Frassfeindstoffe wie beispielsweise die Oxalsäure oder Phytinsäure gemeint.

Rohköstler vertreten hingegen die Meinung, das längeres Kauen ausreicht, um rohe Nahrungsmittel gut verdauen zu können. In der rohen Form enthalte Obst und Gemüse die größtmöglichen Mengen an wertvollen Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Diesbezüglich gilt es wiederum, seinen eigenen Weg zu finden.

Schaub plädiert hinsichtlich des Gemüses außerdem dafür, oxalsäurereiches Gemüse – in erster Linie betrifft das Spinat und Rhabarber – zu reduzieren, was wir gut nachvollziehen können, da Oxalsäure gerne Verbindungen mit Calcium eingeht (sogenanntes Calcium-Oxalat) und somit imstande ist, den Körper zu entmineralisieren (abhängig natürlich von der Menge an Oxalsäure). Generell sollten den Arbeiten der Familie Schaub entsprechend keine sauren Speisen und Getränke unter pH-Wert 4 verzehrt werden, da diese anders als landläufig angenommen im Körper auch sauer auf die Verdauung wirken. In dieser Hinsicht ist natürlich vor allem auch auf den Obstverzehr zu achten (nur „vollreifes“ Obst).

Was wir mit saurer Wirkung auf die Verdauung meinen: Da im Dünndarm ein pH-Wert von etwa 8 herrscht, müssen saure Speisen und Getränke (also alles unter pH-Neutralwert 7) neutralisiert werden. Hierfür verwendet der Körper basisches Bicarbonat, welches mithilfe eines Sekretes im Körper hergestellt wird. Ist die Ernährung sehr säurelastig, kann das dafür sorgen, dass die basenproduzierende Drüsen überlastet werden. Erreicht der Dünndarm dann nicht durchgängig einen pH-Wert von 8, arbeiten die Verdauungsenzyme nicht mehr optimal. Dadurch werden Nährstoffe nicht richtig verwertet und in Richtung Dickdarm verfrachtet, wo sich Bakterien an die Verwertung der Stoffe machen. Je unverdauter die Nährstoffe, desto mehr Gärung und Fäulnis entsteht bei der Arbeit der Bakterien im Dickdarm. Auch kann ein zu niedriger pH-Wert im Dünndarm dafür sorgen, dass sich Bakterien des Dickdarms auch im Dünndarm ansiedeln, wo ihre Arbeit ebenfalls zu Vergärungen führt und damit die Schleimhautschichten entzünden kann.

Wir wissen, dass an dieser Stelle viele Fragen hochkommen werden, möchten aber insbesondere darauf eingehen, warum die Zitrone eben nicht wie der Volksmund sagt basisch wirkt: Dem pH-Wert nach enthalten besonders saure Lebensmittel viel H+ Ionen (korrekte Bezeichnung sind H3+) oder je saurer das Lebensmittel, desto mehr H+ Ionen sind enthalten. Eine Zitrone mit pH-Wert von 2-3 enthält also ziemlich viele H+ Ionen. Durch Verbrennung verdampfen die H+ Ionen, weshalb Kochen an sich ein guter Schritt ist, Säuren zu reduzieren (und Keime generell abzutöten). Leider findet die Verbrennung der H+ Ionen erst in den Zellen statt, heißt dort findet die eigentliche Verstoffwechselung statt. Gelangen saure Speisen in den Dünndarm, findet eine Neutralisation mit dem oben erwähnten Bicarbonat statt. Heißt vor der eigentlichen Verbrennung in den Zellen haben die sauren H+ Ionen ihren Schaden im Dünndarm schon angerichtet (davor natürlich auch schon teilweise im Mund, wo basischer Speichel zur Neutralisation eingesetzt wird). Wenn es also heißt, dass etwas basisch verstoffwechselt wird, dann muss ganz klar darauf hingewiesen sein, dass die Verdauung davor sauer war und der Schaden somit bereits angerichtet wurde. Bei leicht sauren Lebensmitteln ist das nicht weiter tragisch, aber alles unter pH-Wert 4 sollte stark reduziert werden.

Getreide und Kohlenhydrate machen krank

Getreide und insbesondere Weizen ist heutzutage in der Ernährung omnipräsent, sei es in Form von Brot, Croissants, Teigwaren, Pizza, Kuchen oder Fertiggerichten. Laut den offiziellen Ernährungsempfehlungen spricht eigentlich nichts gegen diesen Getreidekonsum. Täglich 3 Portionen seien in Ordnung, idealerweise solle aber auf Vollkornprodukte zurückgegriffen werden.

WeizenfeldIn der Alternativmedizin werden die Stimmen jedoch lauter, die vor Weizen warnen, da er als Hauptursache für die Zunahme diverser Zivilisationskrankheiten gesehen wird. Beispielsweise meint Prof. Dr. Loren Cordain, dass Brot zwar satt, aber auch krank macht und die westliche Gesundheit zerstören kann. Dem Neurologen Dr. med. David Perlmutter zufolge ist womöglich jeder Mensch aus neurologischer Sicht glutenempfindlich.

Wie Stefan Schaub beschreibt, ist es evolutionsbiologisch anerkannt, dass grundsätzlich kein Nahrungsmittel gut oder schlecht ist, sondern die Verwertbarkeit erst über die Anpassung über zahlreiche Generationen hinweg erworben werden muss. Dabei ist es nicht klar, wie lange eine vollständige Adaptation an ein neues Nahrungsmittel dauert.

Allerdings reichen die 10.000 Jahre seit Beginn des Getreideanbaus wohl längst nicht aus (99,5% unserer Menschheitsgeschichte lebten wir als Jäger und Sammler, ohne Getreide). Erst vor rund 10.000 Jahren wurde der Mensch sesshaft und begann Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. Getreide und Milchprodukte – die auch heute noch zu Unverträglichkeitssymptomen führen – eroberten den Speiseplan. In der Folge wurde der Mensch – wie Schaub beschreibt – kleiner, die Lebenserwartung ging zurück und Infektions- und Nährstoffmangelkrankheiten nahmen zu.

Verschärft wird das Verwertungs- bzw. Verdauungsproblem hinsichtlich des Getreides durch die unnatürliche industrielle Hochzüchtung und die Zugabe von Zutaten wie Pökelsalze, Glutamat oder Maltodextrin in vielen Getreideprodukten. Getreide ist offensichtlich nicht so harmlos wie es aussieht. Die für unsere Gesundheit schädlichen Substanzen im Getreide sind vor allem das Klebereiweiß Gluten, verschiedene Anti-Nährstoffe und die große Menge an hochkonzentrierten Kohlenhydraten, die bei der modernen getreidelastigen Ernährung anfällt. Auf die Kohlenhydrate werden wir gleich noch gesondert eingehen.

Glutenfreies BrotGluten sorgt zwar für hervorragende Backeigenschaften des Weizenmehls, zugleich macht es aber süchtig und auch krank. In erster Linie vermag Gluten unseren Darm löchrig zu machen (das bereits beschriebene „Leaky-Gut-Syndrom“, das immer mehr zu einem Problem wird), bis hin zur Zöliakie. In einer Untersuchung von Dr. med. Axel Bolland, an der 4000 Personen teilnahmen, wurde bei 78% eine Gluten-Unverträglichkeit festgestellt. Die durch Gluten verursachten Beschwerden reichen dabei deutlich weiter als die erwähnte potenzielle Darmschleimhautschädigung. Gluten soll beispielsweise zu Kopf- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsproblemen oder auch Diabetes Typ 1 führen können. Auch bei psychischen Krankheiten, wie Demenz oder Depressionen, wird eine Verbindung zum Gluten gesehen.

Wie Stefan Schaub beschreibt, sind glutenfreie Spezialprodukte für ihn keineswegs die Lösung. Diese enthalten etwa hoch raffinierte Getreidesorten (z.B. Maismehl, Reismehl) – die vitamin – und mineralstoffarm sind – sowie Anti-Nährstoffe, Zusatzstoffe (E-Nummern) und reichlich Kohlenhydrate. Wie seine Erfahrung zeigt, können Personen, die auf eine glutenfreie Kost mit vermehrt Maisprodukte umstellen, nach einer gewissen Zeit eine Maisunverträglichkeit entwickeln. Eine 1-zu-1-Umstellung von Weizen auf glutenfreies Getreide scheint also nicht die idealste Option zu sein.

Die erwähnten Anti-Nährstoffe sind der Grund, weshalb Schaub auch nicht zu Vollkornprodukten rät. In diesen seien zwar tatsächlich hohe Gehalte von beispielsweise Vitamin B1, B3, B6, Folsäure, Magnesium, Kalium und Eisen nachzuweisen, leider wird die Aufnahme dieser Nährstoffe durch die ebenfalls im Getreide enthaltenen Anti-Nährstoffe laut Schaub gehemmt. Als Anti-Nährstoffe in Getreide nennt er Phytinsäure, Alpha-Amylase-Hemmer, Protease-Hemmer und Lektine, die vorwiegend in den Schalen und Häuten der Pflanzen vorkommen (daher besonders in Vollkornprodukten!) und als Schutz gegen Fressfeinde fungieren. Als idealen Ersatz für alle Getreideprodukte sieht Schaub die Kartoffel.

Kaffee und KuchenKommen wir nun zu den Kohlenhydraten. Heute verschlingen wir in jeder Mahlzeit mehr oder weniger große Mengen Kohlenhydrate, ob die Konfitüre auf dem Brot, der Schokoriegel zwischendurch, das Nudelgericht am Mittag, ein Stück Kuchen zum Kaffee, die Pizza zum Abendessen oder die Limonade über den Tag verteilt. Aber wem soll man da den Vorwurf machen? Schließlich wird uns seit Jahrzehnten propagiert, dass Kohlenhydrate die unverzichtbaren Energielieferanten schlechthin sind und in keiner Mahlzeit fehlen dürfen. Damit soll das angeblich so ungesunde Fett zurückgedrängt werden. Experten raten weltweit dazu, dass Kohlenhydrate mindestens die Hälfte der Energiezufuhr ausmachen sollen. Die entscheidende Frage ist aber, ob das gesund ist. Wir sind ganz klar der Meinung: Nein.

Heute gibt es immer mehr Ärzte und Wissenschaftler, die der „Kohlenhydratmast“ kritisch gegenüberstehen. Low-Carb-Ernährungsformen sind glücklicherweise auf dem Vormarsch. Zu einer der ersten kohlenhydratarmen Ernährungsformen im deutschsprachigen Raum zählt die Schaubkost. Kohlenhydrate haben im Gegensatz zu den beiden anderen Makronährstoffen (Fette und Eiweiße) nur eine zentrale Funktion: Die Versorgung des Körpers mit Energie. Diese Aufgabe kann allerdings genauso problemlos von den Fetten und Eiweißen übernommen werden.

Es entspricht also nicht physiologischen Tatsachen, dass man täglich mindestens 300g Kohlenhydrate zu sich nehmen muss. Eiweiße liefern mit 4kcal pro Gramm gleich viel Energie wie die Kohlenhydrate, Fette mit 9kcal pro Gramm sogar mehr als das doppelte. Wie die Familie Schaub in ihren Arbeiten aufzeigt, sind 60g Kohlenhydrate am Tag wohl absolut ausreichend für die physioligschen Vorgänge des Körpers (üblich sind heute etwa 340g).

Mann mit Übergewicht beim ArztDie negativen Auswirkungen von zu viel Kohlenhydraten in unserer Ernährung sind sehr vielseitig und können an dieser Stelle auch nur in komprimierter Form dargestellt werden, um den Rahmen des Ratgebers nicht zu sprengen und den Ernährungsexkurs nicht zu umfangreich zu gestalten. Unbestritten sollte sein, dass eine Kohlenhydratmenge von etwa 340g pro Tag zu Übergewicht führt. Weil es sich beim Übergewicht um Fettansammlungen handelt, liegt die Vermutung nahe, dem Fett in der Nahrung die Schuld in die Schuhe zu schieben. Auch, da Fette die mehr als doppelt so große Kalorienmenge im Vergleich zu den Eiweißen und Kohlenhydraten liefert.

Wie heute aber zahlreiche Wissenschaftler bestätigen, sind die Kohlenhydrate die Dickmacher, nicht die Fette. Vereinfacht ausgedrückt werden überschüssige Kohlenhydrate in der Leber zu Fett umgewandelt und von dort in die Fettpölsterchen eingelagert. Der Körper reagiert also auf einen übermäßigen Kohlenhydratkonsum mit dessen Speicherung in Form von Fett.

Als Übeltäter für die heutige „Kohlenhydratmast“ sieht nicht nur Stefan Schaub in erster Linie Weizen und Zucker. Ohne diese beiden Nahrungsmittelgruppen kämen wir wohl auf einen nach Schaub ernährungsphysiologisch empfehlenswerten Bereich von etwa 80g Kohlenhydraten pro Tag.

Diabetes Blutzucker TestEine übermäßige Kohlenhydratzufuhr bringt den Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht, mit all seinen Folgen. Jede kohlenhydratreiche Mahlzeit hat kurzfristig eine Überzuckerung des Blutes zur Folge, die der Körper versucht durch die unmittelbare Ausschüttung einer adäquaten Menge Insulin in Schach zu halten. Wie stark und wie schnell der Blutzuckerspiegel ansteigt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Grundsätzlich führen komplexere Kohlenhydrate (wie z.B. die Stärke in Kartoffeln) zu einem langsameren Blutzuckeranstieg und sind daher in dieser Hinsicht besser.

Die häufigsten Folgen einer übermäßigen Kohlenhydratzufuhr sind Insulinresistenz – die als Ausgangspunkt für Diabetes Typ 2 gilt – und Bluthochdruck.

In sehr interessanten, aber nicht zu ausführlichen Artikeln beschreibt auch Josef Stocker, dass wir zu viele Kohlenhydrate essen. Zudem versucht auch er, die Angst vor den Fetten zu nehmen und uns zum Verzehr von mehr „guten Fetten“ zu bewegen. Bei Interesse erfährst Du hier und hier mehr.

Nicht zuletzt beschreibt er in diesem Artikel sehr nachvollziehbar, weshalb auch Milchprodukte gemieden werden sollten. Für uns ist es sehr schlüssig, dass Milch immer nur für den eigenen Nachwuchs gedacht ist und nie für eine andere Art. Kuhmilch ist wohl längst nicht so zuträglich für unsere Gesundheit, wie lange Zeit propagiert wurde.

KnochenbruchBesonders häufig wird beispielsweise behauptet, dass Milch unsere Knochen gesund hält. Wie aktuelle Studien aufzeigen, ist das Gegenteil der Fall. So können Milchprodukte sogar das Risiko von Knochenbrüchen erhöhen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Länder in Afrika oder Asien, in denen nahezu keine Kuhmilch konsumiert wird, die niedrigsten Osteoporose-Raten haben. In der Schaubkost werden Milchprodukte nicht gänzlich gestrichen, erlaubt sind Rahm, Butter (beide pasteurisiert) und Rohmilch- bzw. Hartkäse, jeweils von artgerecht gehaltenen Tieren. Frischmilchprodukte sollen in der Schaubkost aufgrund ihres Gehalts an Milchzucker und Milchsäure aber komplett gemieden werden.

Etwas schwieriger fällt im Gegensatz zu den bisher genannten Nahrungsmitteln aus unserer Sicht die Beurteilung von Fleisch. Den Arbeiten von Schaub zufolge ist Fleisch nicht der “gefürchtete“ Säurebildner. Der Grund liegt darin, dass Fleisch an sich keine H+ Ionen enthält, dafür schwefelhaltige Aminosäuren wie Methionin und Cystein. Diese werden allerdings erst im Stoffwechsel der Zellen zu Schwefelsäure abgebaut, welche reich an H+ Ionen ist. Bedeutet im Umkehrschluss, dass bei der Verdauung im Darm keine Neutralisierung mit Bicarbonat stattfindet. Was passiert mit den H+ Ionen der Schwefelsäure? Hier helfen die Nieren, die H+ Ionen auszuscheiden. Nach Einschätzung der Ernährungswissenschaftler Prof. Elmadfa und dem Chemiker Prof. Leitzmann ist es „nicht möglich, die Fähigkeit der Nieren auszuschöpfen, überschüssige Protonen [saure H+] auszuscheiden.“ Laut der Biologin Andrea Fock sollen sogar stolze 1 kg Fleisch am Tag die Niere nicht daran hindern, saure H+ auszuscheiden! Vielleicht ist damit auch geklärt, warum der Urin nach einer Fleischmahlzeit sauer ist und bei pflanzlicher Kost basisch. Wenn bei einer Zitrone mit pH-Wert 2-3 die sauren H+ Ionen bereits im Verdauungstrakt neutralisiert wurden, kann das letztliche Ausscheidungsprodukt nicht mehr sauer sein. Somit wird auch deutlich, warum pH-Wert Teststreifen mit dem Urin nur bedingt aussagekräftig sind – viele sauren H+ Ionen wurden bereits im Darm neutralisiert.

Dennoch sollte der Fleischkonsum für unser Empfinden gemäßigt ausfallen, wie wir etwas früher bereits beschrieben haben. Einige Studien legen nahe, dass das Risiko für bestimmte Krankheiten (z.B. Rheuma, Krebs) bei einem übermäßigen Fleischverzehr steigt. Das bedeutet für uns jedoch nicht, dass sich künftig jeder komplett fleischlos ernähren muss, ein gemäßigter Verzehr tierischer Produkte erscheint durchaus gesund.

Es gilt dabei nur gewisse Faktoren zu berücksichtigen:

  • Fleisch sollte aus unserer Sicht nur etwa jeden zweiten Tag in einer Mahlzeit vertreten sein. In vielen Haushalten steht heutzutage mehrfach am Tag Fleisch auf dem Speiseplan: morgens Wurst, mittags ein Stück Fleisch und abends wieder Wurst.
  • Es sollte viel Wert auf die Qualität des Fleisches gelegt werden. Biofleisch von Tieren aus artgerechter Haltung und Fütterung ist die deutlich bessere Wahl als “Billigware“ aus dem Supermarkt. (Ähnlich verhält es sich bei Fischen und Meeresfrüchten. Diese werden grundsätzlich als sehr gesund eingeschätzt, allerdings sind sie immer nur so gesund, wie das Wasser, in dem sie leben und das Futter, das ihnen zur Verfügung steht.)
  • Wie Josef Stocker in diesem Artikel sehr schlüssig darlegt, sollte möglichst auf den Verzehr von Schweinefleisch verzichtet werden, unter anderem aufgrund der hohen Konzentrationen von Histamin und Arachidonsäure, die Entzündungen fördern. Diese Meinung teilen sehr viele alternativmedizinische Experten. Darüber hinaus sollten auch Wurstwaren mindestens deutlich reduziert werden, im Optimalfall verzichtet man hierauf ebenfalls gänzlich. Wurst enthält unter anderem Pökelsalz und größere Mengen Phosphat, die für unsere Gesundheit nicht gerade zuträglich sind.

Wenn Du Dich hieran hältst, kannst Du Fleisch aus unserer Sicht weiterhin ohne Bedenken genießen.

Stück FleischWenn Du Dich nach diesen Schilderungen vielleicht fragst, ob sich unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren denn nicht in großem Maße von Fleisch ernährt haben und Forschungen zufolge wohl dennoch vergleichsweise gesund waren, so gilt es dabei ein paar entscheidende Dinge zu berücksichtigen. Zum einen ist die Qualität des Fleisches von heute in Zeiten von Massentierhaltung, Gammelfleisch, genmanipuliertem Futtermittel und Antibiotikamast in keinster Weise mehr mit jener von früher zu vergleichen. Selbst bei Fleisch von Rindern, Schweinen und Hühnern in Biotierhaltung handelt es sich ja immer noch um ein Zuchtfleisch, auch wenn die Qualität vergleichsweise sehr viel besser ist.

Greift man zu Wildfleisch, muss einem bewusst sein, dass Wildtiere über ihre Nahrung heute auch Umweltschadstoffe aufnehmen. Beispielsweise darf in Bayern selbst 26 Jahre nach Tschernobyl kein Wildschweinfleisch in den Handel kommen, da Wildpilze von denen sich die Tiere ernähren nach wie vor mit radioaktivem Cäsium belastet sind. Der andere große Unterschied zu früher ist die veränderte gegenwärtige Lebensweise, die mit jener der Jäger- und Sammlerkulturen nicht mehr viel gemeinsam hat.

Es gibt also einige Gründe, die gegen einen hohen Fleischkonsum sprechen. Nicht nur aus gesundheitlicher, sondern auch aus ethischer und ökonomischer Sicht. Ob man nun aber Fleisch in Maßen genießt oder komplett auf Fleisch verzichtet, sollte unserer Meinung nach jedem selbst überlassen sein. Es gibt für beide Ernährungsweisen stichhaltige Argumente.

Eine Ernährungsumstellung braucht in der Regel Zeit

Zur Ernährungsumstellung gilt zu sagen, dass wir grundsätzlich nicht empfehlen, sofort zu einer völlig basischen und nicht mukoidbildender Kost überzugehen. Der Körper und auch der Geist benötigen Zeit, um sich an eine Ernähungsumstellung zu gewöhnen und sich entsprechend anzupassen. Es besteht die Gefahr, dass Du Dich eventuell unwohl fühlst, wenn Du von jetzt auf gleich zu viele Nahrungsmittel gleichzeitg aus Deiner Kost streichst und Du in der Folge wieder komplett zur vorherigen Kost zurückkehrst.

Sinnvolle Ergänzung mit Mikronährstoffen

Mikronährstoffspiegel kontrollieren lassen

Vitamine und Mineralstoffe kontrollieren lassenZunächst einmal soll geklärt werden, was gemeinhin überhaupt unter Mikronährstoffen verstanden wird. Mikronährstoffe (auch Vitalstoffe genannt) haben eine für den Stoffwechsel immense Bedeutung*, liefern im Gegensatz zu den Makronährstoffen (Proteine, Fette, Kohlenhydrate) allerdings keine Energie und sind auch keine Baustoffe. Mikronährstoffe sind zum großen Teil essenziell, da unser Körper sie nicht selbst herstellen kann. Sie lassen sich einteilen in Mineralstoffe (Mengen- und Spurenelemente), Vitamine (wasserlösliche und fettlösliche Vitamine), Co-Enzyme und Vitaminoide (bzw. Flavonoide). Besondere Bedeutung kommt den Mikronährstoffen hinsichtlich des Schutzes vor Schadstoffen zu. Im Zuge von diversen Umweltveränderungen scheint sich eine Zunahme an Schadstoffen abzuzeichnen und damit ein Mehrbedarf an Mikronährstoffen:

“Dass der Mensch seine Nahrung mit Mikronährstoffen ergänzen muss, war evolutionär sicherlich nicht vorgesehen, aber die derzeitige Schadstoffbelastung ebensowenig.“ (Zit. nach Doz. Dr. sc. med. Bodo Kuklinksi). Auch die Tatsache, dass wir heutzutage durch einseitige Ernährung zumeist nicht mehr so viele wichtige Nährstoffe über die tägliche Ernährung zu uns nehmen, spielt natürlich eine entscheidende Rolle für vermehrte Mangelzustände.

*welche Mikronährstoffe welche Funktion im Körper erfüllen, kann problemlos über das Internet recherchiert werden. Eine Auflistung würde den Rahmen bei weitem sprengen. Ich möchte in diesem Unterkapitel vielmehr ein paar persönliche Einschätzungen zum Einkauf und der Verwendung von Mikronährstoffen geben.

Vitamin D MangelEin Mangel an gewissen Mikronährstoffen kann jeweils zu den verschiedensten Beschwerden führen, auf die hier ebenfalls nicht im Detail eingegangen werden kann. Von besonderem Interesse sind die laut Erhebung der nationalen Verzehrstudie (NVS) im deutschsprachigen Raum weit verbreitet vorkommenden Mängel an beispielsweise Vitamin D3 (v.a. im Winter), und Vitamin B9 (Folsäure). Zu wenig Vitamin D3 über (fehlende) Sonne und Schwächen in der Ernährung kann für eine erhöhte Infektanfälligkeit sorgen. Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin B9 kann unter anderem zu Antriebslosigkeit und mentalen Defiziten führen. Die Langzeitfolgen können laut Uwe Gröber komplexe metabolische Störungen sein, die einen Nährboden für Zivilisationskrankheiten darstellen.

Vor einer möglichen Mikronährstoffgabe sollte im Idealfall zunächst eine kostenpflichtige Vitalstoffanalyse über Speziallabore erfolgen. Dann kann relativ sicher ermittelt werden, woran es möglicherweise mangelt. Hierbei sollte am besten ein Natur- bzw. Orthomolekularmediziner kontaktiert werden, der sich in der Mikronährstofftherapie besonders gut auskennt.

Wer sich stattdessen auf eigene Faust durch den “Mikronährstoff-Dschungel” wagen möchte, dem sei vielfach Lektüre im Vorfeld empfohlen: Die Vitalstoffentscheidung* (von Petra Wentzel), Risikofaktor Vitaminmangel* (von Andreas Jopp) und (für Fortgeschrittene) Gesünder mit Mikronährstoffen* (von Bodo Kuklinski).

Wichtig zu wissen ist, dass Mikronährstoffe grundsätzlich in Ketten arbeiten und eine “Lücke” im System zu Fehlern führen kann (Stichwort: Mangelzustände). Wir persönlich finden es grundsätzlich sinnvoll, zunächst eine Grundversorgung mit einem Multivitamin- und Multimineralpräparat sicherzustellen und dann bei möglichem oder vorhandenem Mangel an einzelnen Stoffen diese zusätzlich zuzuführen.

Mikronährstoffe arbeiten in KettenMindestens sollten auf jeden Fall die direkten Kofaktoren eines speziell zugeführten Vitamins/Mineralstoffes in der entsprechenden Nahrungsergänzung enthalten sein. Andernfalls kann es nicht nur schnell zu einer Mangelversorgung eines anderen Mikronährstoffs kommen, sondern auch häufig die erhoffte Wirkung ausbleiben. Wer also beispielsweise Vitamin D3 über einen längeren Zeitraum regelmäßig einnimmt, benötigt zusätzlich (mindestens) vor allem Vitamin K2 (für den Transport und die Verwertung von Calcium) und bei unsicherer Magnesium-Versorgung auch Magnesium (für die Umwandlung von Vitamin D in seine wirksame Form). Eine isolierte Zufuhr eines Mikronährstoffs ist in der Regel nicht zu empfehlen.

Zusätzlich kann eine Recherche im Vorfeld dabei helfen, herauszufinden welche weiteren Nährstoffe für eine optimale Bioverfügbarkeit enthalten sein sollten (beispielsweise Bioflavonoide).

Sinnvoll ist es darüber hinaus, sich jeweils zu den spezifischen Formen beziehungsweise Wirkstoffen und die optimale Aufnahme eines Mikronährstoffs zu informieren. Beispielsweise kann es bei Vitamin C sinnvoll sein, keine reine Ascorbinsäure (sauer!) sondern eine Mischform mit säuregepufferter Form wie Calcium-L-Ascorbat zuzuführen. Solche spezifischen Informationen sollten idealerweise ebenfalls jeweils im Vorfeld recherchiert werden, um eine Einnahme wirksamer zu gestalten. Oft hilft hier schon der Vergleich zweier oder mehrerer Produkte. In dieser Hinsicht spielt natürlich auch die Qualität eines Nahrungsergänzungsmittels eine entscheidende Rolle.

Hervorragende Erfahrungen haben wir hinsichtlich der Qualität und Wirkungsweise mit den Produkten von Lifeplus gemacht.

Weshalb wir auf Lifeplus-Produkte setzen

Lifeplus LogoDer Nahrungsergänzungsmittel-Markt boomt seit Jahren. Damit einher geht allerdings auch ein starker Preiskampf, worunter nicht selten die Qualität der Produkte leidet. Wer in dem heutigen Überangebot auf die falschen Hersteller setzt, riskiert damit nicht nur eine geringere oder ganz ausbleibende Wirkung, sondern gefährdet möglicherweise sogar seine Gesundheit. Wir haben uns lange Zeit sehr intensiv mit zahlreichen Herstellern beschäftigt und uns deren Produktionsverfahren und die letztendlich in den Produkten enthaltenen Inhaltsstoffe genau angeschaut. Dabei kristallisierte sich ein ganz klarer Favorit heraus: Lifeplus.

Lifeplus ist ein US-amerikanisches Unternehmen, das Gesundheits- und Wellnessprodukte produziert und vermarktet. Lifeplus genießt mit seinen Nahrungsergänzungsmitteln mittlerweile weltweit einen relativ hohen Bekanntheitsgrad. Seit 1936 ist Lifeplus mit Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt. Geschätzt wird von den mehr als 1 Million zufriedenen Anwendern weltweit (200.000 in Deutschland) vor allem die sehr gute Produktqualität, auf die das Unternehmen extrem großen Wert legt. Erst 1992 öffnete sich Lifeplus dem Empfehlungsmarketing und wuchs in der Folge sehr rasant. Davor belieferte das Unternehmen Krankenhäuser und Apotheken.

Das Besondere an den Lifeplus Produkten ist vor allem die qualitativ hochwertige Herstellung der Präparate, die bei Körpertemperatur erfolgt, sodass alle pflanzlichen Enzyme intakt bleiben. Zudem stammen die Zutaten, die allesamt natürlich sind, aus kontrolliertem Bio-Anbau. Diverse Produkte werden auf „Phytozyme-Basis“ hergestellt, was bedeutet, dass die Inhaltsstoffe an spezielle Kräuter gebunden sind und durch sekundäre Pflanzenstoffe und -enzyme eine hohe Bioverfügbarkeit erreicht wird. Standardmäßig sind in den Produkten zudem keine Konservierungs- oder Geschmacksstoffe, Farbzusätze, Sojaspuren, Stärke, Hefe und auch kein Zucker enthalten.

Lifeplus gestaltet den Herstellungsprozess in Form von Videos auf der Website extrem transparent. Die organischen Präparate von Lifeplus sind, wie unsere Praxiserfahrung zeigt, nicht nur überaus effektiv, sondern angesichts der hohen Qualität auch preislich fair.

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